Zur traditionsreichen ersten Veranstaltung des Jahres begrüßte im gut besuchten Niddasaal der 1. Vorsitzende Andreas Siegele alle Anwesenden und wünschte ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr.
Ein besonderer Gruß ging an die Ortsvorsteherin Karen Eßrich, die Ortschaftsrätinnen Frau Schmidt-Rohr und Frau Stutter, den Präsidenten des Landesverbandes für Obstbau, Garten und Landschaft, Herrn Erhard Hahn und die Eheleute Walter vom Bezirksverband der Gartenfreunde, sowie die Vertreter benachbarter Vereine.
Die diesjährige Weinprobe führte - zum zweiten Mal nach 2007 - das Ehepaar Hannelore und Holger Dütsch von ihrem Weingut in Baden-Baden-Neuweier durch. Sie bewirtschaften 4ha Reben, wobei Frau Dütsch die Chefin des

Verkaufs und zuständig für die Kundenberatung ist. Holger Dütsch betreibt den Weinbau fast allein, er hat lediglich im Frühjahr Mithilfe beim Laubschneiden und bei der Ernte hat er eine „kleine Mannschaft“, wobei er durch strenge Kontrollen darauf achtet, dass nur gesunde Trauben verarbeitet werden. Auch den Weinausbau, zum Teil in Holzfässern, macht er alleine.
Zu Beginn der Weinprobe wurde ein Müller-Thurgau trocken eingeschenkt, ein duftiger leichter Wein mit spritziger Säure. Als zweiten Wein gab es einen Silvaner trocken, im Holzfass gereift. Der Silvaner ist eine 300 Jahre alte Weinsorte. Er hat wenig Säure, ist zart im Aroma und besonders in der Spargelzeit stark nachgefragt. Es folgte ein Rosé trocken: Rote Trauben der Sorten Lemberger und ein kleiner Anteil Spätburgunder wurden abgepresst und trocken ausgebaut. Als vierter Wein wurde ein Riesling Kabinett feinherb eingeschenkt. Er ist nicht komplett durchgegoren und hat noch 10 g Restsüße. Der Wein ist aus 2013 und schmeckt erfahrungsgemäß nach einem Jahr am besten. Ebenso aus 2013 war ein Riesling Neuweierer Mauerberg Spätlese trocken. 2013 war ein schwieriges Jahr, auch 2014 war ein schlechtes Weinjahr, im September gab es Starkregen mit der Gefahr, dass Beeren aufplatzen und Essigfäule folgt. Daher war eine schnelle Weinlese erforderlich. Aber dank penibler Auslese konnte Holger Dütsch relativ zufrieden mit dem Jahrgang sein.
Als letzter Wein wurde ein Spätburgunder aus 2012 serviert, der eine kräftige tiefrote Farbe zeigte. Bei diesem Wein erfolgte eine Maischegärung und eine Reifung im Barriquefass. Der Wein hat einen Kirschton und passt gut zu dunklem Fleisch.
Auch bei der aufgeheiterten Stimmung im Saal gab es immer wieder Fragen an den Winzer, der keine Antwort schuldig blieb und sich für das Interesse der Teilnehmer und die Fragen zu seiner Weinvorstellung bedankte.
Zum Schluss bedankte sich Andreas Siegele bei Hannelore und Holger Dütsch für die gelungene Präsentation und bei allen fleißigen Helfern, ohne die eine so überzeugende Veranstaltung nicht möglich wäre.

Bericht: Ingrid Ruge
Bildquelle: Nik Stutter